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SITZ DES POSTULATURS

graphische identität (logo)

DAS KONZEPT
Die graphische Identität, die für die Postulatur erarbeitet wurde, spiegelt die mystische Erfahrung, die von Francisco und Jacinta erlebt wurde und bei der sich die Realität mit dem Göttlichen verbindet, wieder. Die Kinder, die Kleidung des Zeitalters, die Hände, die zum Gebet gefaltet sind, deuten auf eine Realität, die mit dem Göttlichen in Einklang ist, das durch das Licht, das Herz und die jeweilige Bekehrung dargestellt ist. Im Gebet, überreichen Sie Gott ihr Herz. Wir möchten wahre Kinder zeigen, die sich im Kontext ihres Zeitalters nicht von den anderen Kindern unterscheiden. Diese gewöhnlichen Kinder wird Gott berühren und eine transzendente Erfahrung erleben lassen. In ihrer Einfachheit, können sie die innere Freude, die Gott ihnen einhaucht und die Schönheit einer Frau, die dem Leiden einen Sinn gibt und für das Glück und die Bekehrung der Menschheit bittet, nicht für sich behalten. Francisco und Jacinta erleben zusammen diese Erfahrung, weil sie Geschwister sind, weil sie sich in Raum und Alter nahe sind, und hier unterscheiden sie sich von ihrer Cousine, die sie bewundern, und die sie als Hirten befolgen möchten. Später, teilten sich beide die Wartezeit auf Lucia, wenn diese mit der Herde zurückkam.

Die Kinder sind in drei, sich drehenden Herzen gehüllt, die die Lichtbrechung spiegeln, den Glanz und die innere Bewegung, die sie während der Erscheinungen spürten. Drei ist die Anzahl der Seherkinder – Francisco, Jacinta und Lucia – und die Arten der Beziehungen, die die Kinder erlebten (Engel, Unsere Liebe Frau und Unser Herr).

In der Mitte der Herzen befinden sich zwei Kinder im Herz Gottes, die auf Gott zentriert und durch das Gebet vereint sind. Das Gebet ist das Zentrum von allem, darin finden sie den Sinn ihres Lebens, ihres Zustandes und ihrer Opfer; das Gebet ist eine Geste der inneren Liebe und Zuwendung zu Gott. Durch das Gebet nähern die Kinder sich ihres eigenen Herzen und Gottes Herzen.

GRAPHISCHE IDENTITÄT – VARIATIONEN
Die graphische Identität, die für die Postulatur erarbeitet wurde, enthält verschieden Versionen, die für verschieden Publiken und Kommunikationsebenen gedacht sind. Zusammen mit der institutionellen Version wurde eine kirchliche Version erarbeitet, die für formellere Erörterungen gedacht ist. Ohne sich von dem Rahmen, der für das Logo definiert wurde, zu entfernen, zeigt diese Version das Blattwerk der Steineiche auf, das das Symbol umrandet und mit dem Bogenkreuz, das 1917 in der Cova da Iria errichtet wurde, endet.

Gleichzeitig wurden individuelle Versionen für spezielle Gelegenheiten erarbeitet, die die Charaktereigenschaften von Francisco und Jacinta weitergeben sollen. Beide Versionen sind stark an das Licht und die Natur gebunden, wegen der Verbindung, die die Kinder mit ihr aufzeigten. So findet man auf der graphischen Darstellung von Francisco einen Vogel, denn er liebte Tiere und auf der von Jacinta eine Lilie, die Blume die sie üblicherweise von den Berghängen pflückte.

Francisco Marto
„Der sensibelste der drei Kinder für die Natur, liebt Tiere und verliebt sich in seine Flöte.“
in Mitteilungsblatt der Seherkinder

Jacinta Marto
„Da Jacinta Blumen sehr mochte, pflückte ich ihr auf dem Rückweg am Hang einen Strauß Lilien und Pfingstrosen.“
in Schwester Lucia spricht über Fatima

über uns

Die Postulatur von Francisco und Jacinta Marto ist eine Institution der Katholischen Kirche, welche, unter der Leitung der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und des Bischofs der Diözese Leiria-Fatima, die Mission hat, den Heiligsprechungsprozess der Seligen Francisco und Jacinta Marto zu unterstützen.

Um diesem Zweck gerecht zu werden, werden das Leben und die Heiligkeit der Hirtenkinder vorgestellt und ihre Verehrung durch das Volk Gottes verbreitet, indem auch die Menschen dazu ermutigt werden, Gnaden durch die Fürbitte der Hirtenkinder zu erflehen.

Zu unserem Aufgabenbereich gehört es, den gesamten Heiligsprechungsprozess zu verwalten,  die Bedeutung der Hirtenkinder für die christliche  Ehrerbietung hervorzuheben und das Wissen um ihre Charaktereigenschaften und Geistlichkeit zu verbreiten.

postulatorin

Postuladora com Papa Francisco

Ângela de Fátima Coelho da Rocha Pereira da Silva ist Ordensschwester der Kongregation Allianz der Heiligen Maria und Ärztin.

Sie wurde 1971 in Frende (Baião) geboren und lebte in Porto, wo sie ihren Schulabschluss machte. 1995 schloss sie ihr Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät von Porto ab und lehrte auch an dieser Fakultät. 1995 trat sie auch in die Ordensgemeinschaft der Allianz der Heiligen Maria ein. 2008 beendete sie ihr Studium Religiöser Wissenschaften an der Päpstlichen Universität von Comillas, Madrid.

Schwester Ângela ist im Krankenhaus von Leiria und in der ständigen Pflegeeinheit von Batalha als Ärztin tätig. Sie ist Theologie-Dozentin im Bildungs- und Kulturzentrum der Diözese von Leiria-Fatima.

Am 08. September 2014 durch den Postulator P. Romano Gambalunga für den Heiligsprechungsprozess der Schwester Lúcia de Jesus e do Coração Imaculado zur Vizepostulatorin ernannt. 

die geschichte der heiligsprechung

Die Prozesse für die Heiligsprechung von Francisco und Jacinta Marto wurden 1952 vom Bischof von Leiria, Msgr. José Alves Correia da Silva, eröffnet. Damals wurde Domherr João Pereira Venancio zum Postulator ernannt, der mit der Arbeit an beide Prozesse begann.

Die erste Sitzung der Diözesanischen Prozesse für die Befragung über die Tugenden der Hirtenkinder fand am 30. April 1952 statt. Am 2. Juli 1979 endete der Prozess von Jacinta, am 3. August 1979 der von Francisco.

In der Zwischenzeit wurde Domherr João Pereira Venâncio 1954 zum Bischof ernannt und 1958 übernahm er die Diözese Leiria. 1960 ernennt er P. Luis Kondor SVD zum Postulator für die Seligsprechung der beiden Hirtenkinder, eine Aufgabe, die dieser ungarische Priester bis zu seinem Tod 2009 erfüllte.

1979 wurden die Prozessakten in Rom übergeben und im selben Jahr wurden P. Paolo Molinari SJ als Postulator in urbe und P. Luis Kondor, svd. als Postulator extra urbem ernannt. Nach einer langen Debatte über die Möglichkeit, ob die Geistlichkeit eines Kindes Glaubensreife erlangen kann – da, bis zu jenem Zeitpunkt, nur christliche Märtyrerkinder heiliggesprochen wurden -, erlässt die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse eine Abhandlung über die „Fähigkeit von Kindern zum heroischen Ausleben der Tugenden und des Martyriums“, in welcher sie sich zugunsten der Möglichkeit der Heiligsprechung von Kindern äußert.

Mit dieser günstigen Beurteilung wurden die Positio über Francisco und Jacinta verfasst und 1988 der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse vorgelegt. Am 13. Mai 1989 unterzeichnete Papst Johanne Paul II. feierlich den heroischen Tugendgrad der Diener Gottes Francisco und Jacinta Marto und vergab den Titel “Ehrwürdige“.

Am 22. Juni 1999, wurde ein Heilungswunder durch die Fürsprache von Francisco und Jacinta anerkannt, welches den Weg für die Seligsprechung von beiden durch einen einzigen Prozess öffnete. Am 13. Mai 2000, Jubeljahr, sprach Papst Johannes Paul II. in Fatima Francisco und Jacinta selig. Somit wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche so junge Kinder selig gesprochen, die keine Märtyrer waren (Jacinta verstarb mit 9 Jahren und ihr Bruder mit 10).

Am 1. November 2009 wurde Schwester Ângela de Fátima Coelho, asm. zur Postulatorin extra urbem ernannt. Am 22. Juni 2012 erfolgte die Ernennung zur Postulatorin in urbe. Die Arbeit des Heiligsprechungsprozesses geht weiter, in der Hoffnung, dass ein neues Wunder zur Heiligsprechung von Francisco und Jacinta führt.